Eingekesselt. Gefühlt Milliarden Gegner kommen von allen Seiten. Welle nach Welle branden sie gegen deine Tore. Verzweifelt versuchen die überlebenden Einheiten ihr bestes um die Zombies davon abzuhalten, die Mauer einzureißen, die sie vor ihrem sicheren Tod und dich vor einem Game Over schützt.

Hinter den Mauern kämpfen Bogenschützen, Marines, Scharfschützen und Steampunk-Mechas die sich in den Nahkampf werfen oder mit Flammenwerfern große Bereiche abdecken. All das, hast du ausgebildet und Entwickelt, um am Leben zu bleiben. Doch da! An einer etwas abgelegenen Stelle schaffen die Gegner es ein Loch in die Wand zu reißen. Direkt bei den Farmen, mit denen die Nahrungsversorgung gesichert wird. Oh je, immer mehr Arbeiter werden infiziert, selbst die Pausefunktion, dein treuester Begleiter während der das Spiel zwar anhält du aber Befehle geben kannst, kann dich nicht mehr retten. Verzweifelt positionierst du deine letzten Reserven zwischen den Farmen und den Wohngebäuden, doch es ist zu spät! Das erste Wohnhaus wird übernommen und damit auch die darin lebenden Bewohner. Die Menge an Zombies nimmt exponentiell zu und in kürzester Zeit ist deine Basis zerstört. Game Over.

Nächster Versuch... Und so wirst du immer wieder versuchen eine Basis aufzubauen, die den immer stärker werdenden Wellen stand halten kann. Bis diese Basis dann am Ende der Runde auf die Probe gestellt wird und allen restlichen Zombies widerstehen muss. Um dies zu schaffen, sollte die Karte während der Runde weiträumig leergeräumt werden. Dieses vorsichtige Abwägen, wie viel 'gepulled' werden kann, ohne eine größere Reaktion zu provozieren und dabei immer weiter zu expandieren, prägt jede Runde. Die Komplexität des Aufbauteils hält sich dabei in Grenzen, ihr baut Farmen (Nahrung) und Sägemühlen (Holz) um dann Wohnhäuser (Arbeiter & Geld) zu bauen. Dann noch Kraftwerke (Strom) und später auch Öltürme (Öl) um die höher entwickelten Einheiten wie Flammenwerfer zu bauen. Eure ersten Einheiten sind Ranger, die kaum Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder Marines die zwar mehr Schaden machen aber auch viel mehr Zombies anlocken. Diese postiert ihr am besten auf Türmen und Mauern, welche ihr um eure Basis ziehen solltet. Am besten sogar in mehreren Schichten, um die Möglichkeit zu haben euch schrittweise zurück zu ziehen.

Der Viktorianische-Steampunk-Grafikstil ist eine sehr schöne Abwechslung und passt sehr gut zum Szenario. Beeindruckend sind die enormen Zombiemassen die gleichzeitig auf euch zu rollen. Damit macht They Are Billions seinem Titel alle Ehre. In kaum einem anderen Spiel wird so konsequent auf Masse gesetzt.

We have created our custom engine to handle hordes of thousands of the infected, up to 20,000 units in real time.

Die Euphorie, wenn ihr euren ersten Flammenwerfer habt, der an eurem Haupttor einfach mal hunderte Zombies auf einmal weg brutzelt ... herrlich.

Das Spiel ist derzeit noch im Early Access auf Steam, welcher so lange wie nötig aufrechterhalten wird. Geplant ist noch ein Story-Modus der laut Steam Early Access Ankündigung im Winter 2018 erscheinen soll. Auch ohne diesen Modus ist They Are Billions jetzt schon ein sehr gelungenes Spiel, welches ich jedem ans Herz legen kann, der etwas mit dem Strategie- oder Tower-Defense-Genre anfangen kann. Durch die zentrale Pause-Funktion lässt es sich angenehm zwischendurch Spielen.  

They Are Billions Trailer (YouTube)